São Miguel ist die größte (759 qkm) und vielfältigste der neun Inseln. In der märchenhaften Landschaft von Cete Cidades im Westen gruppieren sich Bauernhäuser und Windmühlen idyllisch um die Kraterseen Lagoa Azul und Lagoa Verde (Sete Cidades). Im Zentrum der Insel lockt der tintenblaue Lagoa do Fogo und im Osten die heißen Heilquellen im Tal von Furnas.
An der Südküste erstreckt sich Ponta Delgada, die Hauptstadt des Archipels. Ponta Delgada ist eine lebendige Stadt und hat doch nichts von dem Charme vergangener Tage verloren. Mit ihren exotischen Parks und den Arkadenhäusern an der Uferpromenade macht die Stadt einen vornehmen Eindruck.
Der Flughafen, 2 km von der Haupstadt entfernt, sichert tägliche Flüge zwischen S.Miguel und Portugal (der Flug dauert ungefähr 2 Stunden), ebenso wie zwischen Madeira und Ponta Delgada. Dazu gibt es jede Woche Charterflüge zwischen der Insel und Amerika (USA und Canada).
Der Besuch des Convento de Nossa Senhora da Esperança aus dem 16. Jh. ist unbedingt empfehlenswert. In der Kirche befindet sich die Skulptur des Senhor Santo Cristo dos Milagres, dessen Fest am 5. Sonntag nach Ostern, ist das größte kirchliche Fest der Insel.
Besuchenswert sind auch die Stiftskirche oder Igreja do Colégio mit prunkvoller Barockfassade, das Kloster und Kirche der Santa Bárbara und die aus der volkstümlichen Barockarchitektur stammende Kirche Santa Ana.
Die Festung S.Brás an der Ufenpromenade stammt aus dem 16. Jh. und wurde zum Schutz vor Piratenüberfälle errichtet. Die damalige Festung Mãe de Deus ist heute ein Aussichtspunkt.
Kunsthistorisch interessant sind auch der große Palácio da Conceição, der heute Regierungsbehörden beherbergt sowie die Kirche nebenan. Unter den anderen prachtvollen Palästen der Stadt zählen auch das Palácio Fonte Bela (heute eine Sekundär-Schule), der Palácio de Santa Catarina, die einstmalige Residenz des Gouverneurs und der von einem schönen Park umgebenen Palácio de Santana, wo heute der Regierungschef der Autonomen Region amtiert.
Das Museum Carlos Machado, im früheren Kloster Santo André, informiert anhand von Fotos und Exponaten über Ackerbau, Fischerei, Handwerk und Brauchtum.
In Furnas, ein Naturparadies, lohnt es sich folgende Punkte zu besuchen:
die mit üppiger Vegetation umgebene Lagoa das Furnas (der See),
die Ermida der Nossa Senhora da Vitória am Nordufer der Lagoa gelegen,
das Fumarolen und Sulfataren Gebiet am Südufer, eine 'Erdwärmeküche', wo die kulinarische Spezialität 'Cozido das Caldeiras' zubereitet wird,
das Caldeiras Gebiet am Ostrand des Dorfes, ein großes Feld Heißwasser-Quellen, wo die Kräfte der Natur noch tätig sind, dazu die zahlreichen Mineral- und Thermalquellen,
die Thermen und die Heilbäder,
der zum gleichnamigen Hotel gehörende Terra Nostra Park, einer der größten und reichsten botanischen Gärten S.Miguels mit ca. 400 verschiedenen Baumarten, Thermal-Schwimmbecken und die Villa des damaligen Besitzers Thomas Hickling,
der Parque Florestal mit exotischen Zierpflanzen der Inselgärten und mehreren Becken, wo verschiedene Fischarten für die Inselseen gezüchtet werden;
die Aussichtspunkte Pico do Ferro und Salto do Cavalo am Kraterrand mit Rundblick auf den See und das ganze Tal, dazu das Tal Povoação von Salto do Cavalo aus.
Ribeira Quente ist ein Fischerdörfchen, 6 km von Furnas entfernt, mit herrlichem Sandstrand, er wird Praia do Fogo genannt wegen der warmen Wassertemperatur.
Man verläßt das Tal von Furnas und fährt weiter nach Povoação im Südosten. Das Tal Povoação mit seinen sieben strahlenförmigen Bergrücken sieht man zuerst vom Aussichtspunkt Lomba do Cavaleiro aus, dann fährt man zur 'vila' hinunter. Der Ort war die erste Siedlung der Insel und bietet folgende Sehenswürdigkeiten:
die aus dem 15. Jh. stammende Kapelle Santa Bárbara (die älteste der Insel), aber auch die kunsthistorisch interessante Matriz Velha am Meeresrand, wo die ersten Familien 1444 gelandet waren,
-der Aussichtspunkt des Pico Longo mit einem Rundblick auf das ganze Tal und die sieben kleinen Dörfer auf den Bergrücken,
Faial da Terra und Água Retorta in einer prachtvollen Landschaft sind zwei kleine malerische Dörfer an der Küste zwischen Povoação und Nordeste.
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