Terceira liegt ca. 80 Meilen von S. Miguel und hat eine Landfläche von ca. 385 Quadratkilometer. In Lajes, 3 km von Praia da Vitória entfernt, liegt der Zivil- und Militärflugplatz der Allierten im 2 Weltkrieg.
Die Hauptstadt, Angra do Heroísmo, gilt als eines der besten Beispiele Portugals für den Städtebau der Renaissance, sie ist eine sympathische und moderne Stadt. Aus ihrer edlen Vergangenheit gibt es Adelspaläste und Herrenhäuser aus den 17. und 18. Jahrhunderten. 1983 wurde Angra zum Weltkulturdenkmal ernannt.
Kunsthistorisch interessant sind die aus dem 17.Jh.stammenden Renaissance-Häuser mit Steinmetzkunst und zauberhaften schmiedeeisenverzierten Balkonen.
Am Neujahrstag 1980 zerstörte ein Erdbeben einen Teil der Stadt. Angra wurde jedoch wiedererbaut, sie ist dem ursprünglichen architektonischen Stil treu geblieben.
Sehenswert in Angra sind:
die Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert im Herzen der Altstadt,
der Palast der Capitães Generais, ein einstmaliges Jesuitenkolleg, das ab 1776 als Residenz der "Capitães Generais" diente,
Schloß São Sebastião, italienischen Ursprungs, aus dem 16. Jh.,
Schloß São João Baptista, ein Bollwerk aus spanischen Zeiten, wo berühmte Persönlichkeiten (Gugunhana und König Afonso VI) gefangengehalten wurden,
das Herrenhaus Nossa Senhora dos Remédios mit der größten Privatkapelle des Archipels,
das Stadtmuseum, im Convento de S. Francisco, und die daneben stehende Kirche Nossa Senhora da Guia, wo der Bruder Vasco da Gamas, Paulo , auf dem Rückweg aus Indien, nach seinem Tod die letzte Ruhe fand,
die kunsthistorisch interessanten Kirchen Nossa Senhora da Conceição, São Gonçalo und Misericórdia aus den 16., 17. und 18. Jahrhundert,
die imposante Paços do Concelho (das Rathaus) aus dem 19. Jahrhundert und die Herrenhäuser der Corte-Reais, der Bettencourts, der Sieuve Menezes und Madre de Deus,
die größte Bibliothek des Archipels mit wichtigen Privatsammlungen Skulpturen aus Holz und Elfenbein von Oliveira Martins sind besonders sehenswert,
mehrere Kulturzentren, z.B. der Azorean Cultural Institute und der Historical Institute of the Island of Terceira, eine Musikschule und zwei berühmte Theaterensembles des Archipels,
der Alto da Memória, ein Obelisk zur Erinnerung an den Besuch Königs Pedro IV, mit herrlichem Rundblick auf die Stadt,
den 206 m hohen Monte Brasil, ein Naturschutzgebiet mit schönem Rundblick.
Man verläßt Angra und fährt die Küste entlang in Richtung Praia da Vitória. Unterwegs sind folgende Punkte besuchenswert: die Baía (Bucht) da Salga, die Bucht und Felseninselngebiet der Ponta das Contendas, die Sandstrände des Porto Novo und Porto Martins. In der Ferne liegen die Ilhéus (Felseninseln) das Cabras.
Praia da Vitória ist eine junge Stadt mit herrlichem Sandstrand. Architektonisch interessant sind ihre Kirchen und Kapellen sowie andere besuchenswerten Gebäuden:
die vom ersten Legatskapitän Jácome de Bruges gegründete Pfarrkirche (15.Jh.) und die Kirche Senhor Santo Cristo aus dem 16. Jh.,
das Rathaus oder 'Paços do Concelho' (16. Jh.) mit schöner Fassade und Glockenturm und die Festung Santa Catarina, die im 16. Jh. zum Schutz der Bucht errichtet wurde.
Die Fahrt geht weiter und bietet zahlreiche Gelegenheiten, die freundlichen Insulaner kennenzulernen und malerische Ortschaften zu besuchen. Unter diesen sind:
Agualva mit ihrem Bach und Wassermühlen, Biscoitos mit seinen berühmten Weingärten und dem einzigen Weinmuseum des Archipels, Ponta do Queimado mit einem Naturschwimmbecken und Leuchtturm, Mata da Serra mit üppiger Vegetation und schönen Aussichtspunkten auf das Meer und Doze Ribeiras; sowie Silveira mit Kunstschwimm- becken in der Nähe von Angra.
Wanderungen bieten interessante Möglichkeiten, die Insel besser kennenzulernen. Die folgenden sind empfehlenswert:
-die Straße der Doze Ribeiras am östlichen Hang der Serra de Santa Bárbara bietet herrliche Rundblicke auf den Osten der Insel. Vom höchsten Punkt des Gebirgsmassivs geht der Blick auf die Südküste und dem Naturschutzgebiet Caldeira de Santa Bárbara.
Die Vulkankegel Bagacina und Cabrito zeigen interessante Lavagebiete und Wiesen, wo Stiere für die Stierkämpfe gezüchtet werden.
Die Caldeira de Guilherme Moniz mit Heißwasserquellen ist der größte Krater der Azoren (15 km Durchmesser).
Der Algar do Carvão ist für seine Grotten berühmt (maximale Tiefe 100 m) mit Stalagmiten und Stalagtiten und einem Grottensee.
Die Negro, Ginjal und Junco Seen sind ebenfalls besuchenswert.
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